Das erste Projekt – und schon einen Stammplatz sicher

- 01.08.2026 - 

...oder: Wie Oskar dem Taufstein zu einem Stammplatz verhalf :)

Quelle: Anja Wieder

Unser Taufstein aus den 60er-Jahren hatte ein Konzert leider nicht ganz unbeschadet überstanden: Der Steinsockel ging zu Bruch, die darin eingefasste Kupferschale konnte jedoch gerettet werden.
 
Da unsere Kirche ohnehin umgebaut werden soll, war zunächst beschlossen worden, auf eine Reparatur zu verzichten. Für die Taufen, so der Plan, sollte vorübergehend eine Glasschüssel auf einem kleinen Tisch ihren Dienst tun.
Doch dann kam mein Enkel Oskar ins Spiel. Genauer gesagt seine Mutter, meine Tochter. Sie stellte fest, dass ihr Sohn damit als einziges Kind unserer Familie nicht im vertrauten Taufstein getauft würde. Das konnte so natürlich nicht bleiben!
 
Eine ebenso einfache wie schöne Lösung wurde gefunden: Steffen Ellwanger von der Stiftung Schönau nahm das Stiften beim Wort und spendierte unserem Taufstein einen Baumstamm – die Grundlage für seinen neuen Stammplatz.
 

Quelle: Anja Wieder

 
Spätestens jetzt war klar: Wir waren auf dem richtigen Holzweg. Bauhofleiter und Zimmermeister Martin Schmitt rückte dem Baumstamm fachmännisch zu Leibe und passte die gerettete Kupferschale mit viel handwerklichem Geschick ein.
 

Quelle: Anja Wieder

 
Und siehe da: Unser Taufstein ist wieder da! Etwas anders als früher, mit deutlich mehr Holz und ganz eigenem Charme – aber bereit für Oskar und hoffentlich viele weitere Täuflinge.
 
Für unseren Förderverein ist das Ganze ebenfalls etwas Besonderes: Es ist das erste Projekt, das wir unterstützt und finanziert haben. Als kleines Dankeschön für ihren Einsatz erhielten die tatkräftigen Helfer einen Gutschein.
 
Allen Beteiligten ein herzliches Dankeschön für Material, Handwerkskunst und Ideenreichtum. So hat nicht nur unser Taufstein wieder einen festen Platz – auch unser erstes Fördervereinsprojekt hat gleich einen Stammplatz bekommen.
 
Und Oskar? Der wurde inzwischen in unserem wiederbelebten Taufstein getauft. Manchmal braucht es eben nur einen kleinen familiären Aufstand, damit eine gute Idee Wurzeln schlägt.
 
Bis zum nächsten Mal bei Kirche.Machen.
Eure Anja Wieder