Wir fahren ein Mann-über-Bord Manöver - Segelfreizeit Tag 3
- 27.05.2026 -
Endlich Wind!!!
Morning has broken....
Zum Glück hat heute, im Gegensatz zu gestern, kein Teilnehmer mehr gebroken.
Also versammelte sich eine fröhliche Schar zum Frühstück und danach auf Deck, wo uns unser Skipper Ronny die Pläne für heute und morgen erläuterte.
Immer mit dabei natürlich Seehund "Joy".
Im Gegensatz zu gestern wehte heute ein fröhliches Lüftchen. Nur die Mücken hatten nach wie vor Appetit auf unser Frischfleisch. (Und leider auch auf mein nicht mehr ganz so frisches...)
Aber so as kann ja einen Seemann (und eine Seefrau) nicht erschüttern.
Heute wehte auch die niederländische Flagge wesentlich munterer als gestern.
Da machte das Segel setzen viel mehr Spaß und Sinn.
Heute haben wir auch den Klüver und den Besan gesetzt. Für alle Landratten unter uns: die ganz vorne und ganz hinten.
Eine Zeit lang reichte der Wind tatsächlich, um den Dieselmotor auszumachen.
Das was man hier sieht: ist das Großsegel. Also das große in der Mitte.
Der Klüver (ganz vorne) und eine Ecke von der Fock. Wolltet Ihr das überhaupt wissen? Aber ich finde, Segel-Fachbegriffe sind eine nette Abwechslung zu den Kirchen-Fachbegriffen.
Also gleich weiter mit der Angeberei: das Ding vorne am Bug ist der Bugspriet, an dem der vordere und der hintere Klüver angebracht sind.
Ein Spleiß. Angefertigt von der lieben Melly, die wie immer nicht stillsitzen kann.
Details von der Alliantie.
Erwähnte ich bereits, dass wir eine gewisse Affinität zu Katastrophen haben? Bei uns reichte das bisschen Wind aus, um während des letzten Segelmanövers des Tages eins der Stand-up Paddel-Boards über Bord gehen zu lassen.
Also mussten wir in aller Eile die Segel einholen, um ein Mann über Bord Manöver zu fahren. Okay, in dem Fall eher ein Board über Bord Manöver...
Hier sieht man zwei unserer Teilnehmer bei ihrer sitzenden Tätigkeit.
Wir nähern uns dem Verunglückten.
Matrosin Inka gibt Alles für die Rettung.
Im zweiten Anlauf glückte die Bergungsaktion.
Die Gemüter beruhigen sich wieder.
Aber nicht lange: eine gewisse Teamerin bekam einen mega Lachflash, nur weil ich genießt habe. Okay, ich niese wie ein Elefant, da hat sie nicht ganz unrecht, aber sich deswegen quasi auf dem Deck zu kugeln... Ein gutes hat es: sollte sie jemals traurig sein, muss sie mich nur anrufen, ich niese ins Telefon und es geht ihr wieder gut.
Heute haben wir in Enkhuizen angelegt.
Das Städtchen ist ein echter Geheimtipp.
Der Besitzer dieses Autos scheint gar nicht mehr weg zu wollen...
Typisch Holland: überall Grachten. Zum Glück ist keiner in die Gracht gekracht. (Sorry, der musste raus)
Da ich Euch, jahreszeitbedingt, keine Tulpen bieten kann, muß es die Rose tun. So, ich glaube, jetzt habe ich alle Holland Klischees verwurstet.
Wir spazieren gemütlich durch Enkhuizen, da hören wir auf einmal Lobpreisklänge. Hatte, nach dem nonstop Radau unserer Kids etwas surrealen. Eine Zeit lang haben wir dem Chor zugehört und unseren Gedanken nachgehangen.
Unsere Alliantie fühlt sich schon nach Heimat an.
So Ihr Lieben, für mich ist an dieser Stelle Feierabend. Also mit Schreiben. Mit Kids beaufsichtigen, tote Pombären von der Treppe kehren, Klopapier auffüllen, rumfliegende Pfandflaschen aufsammeln und "Wir sind hier doch nicht ALLEINE!!!" Anpfiffen austeilen erst in ein paar Stunden.
Eure Melly































