Ein Dekanstellvertreter und eine Bezirkskirchenrätin aus den fahrenbacher Reihen wurden auf der Synode am 9. Mai gewählt.

- 10.05.2026 - 

Weil Verantwortung nicht an der eigenen Gemeindegrenze aufhört...

Quelle: Ursula Karl

Am Samstag fand in Buchen die konstituierende Sitzung der Bezirksynode statt. Wenn ihr Euch jetzt denkt: "Was ist das denn?Kann man das essen?", verstehe ich euch völlig. Bei "Kirchens" hat alles und jedes seinen eigenen Begriff. (Ich werde zum Beispiel nie verstehen, warum die Dinger "Abkündigungen" und nicht "Ankündigungen" heißen.)
 
Eine Synode kann man sich als das kirchliche Pendant zu einem Parlament vorstellen. Von uns Fahrenbachern sind da, neben dem Pfarrer (nein, ich schreibe seinen Namen jetzt nicht schon wieder), die vom gesamten Kooperationsraum gewählten Kirchengemeinderätinnen Ursula Karl und Melanie Waldenburger (wer auch immer das schon wieder sein mag) drin. 
 
Und nun mussten in besagter Synode viele Ämter neu vergeben werden. Denn durch die Kirchenwahl im letzten Dezember hat sich die Zusammensetzung natürlich verändert. 
 
So wurden Vertreter in die Landessynode, den Bezirkskirchenrat, den Diakonieausschuss etc. sowie deren Stellvertreter gewählt. Hört sich trocken an? Ist es auch. Aber so funktioniert Demokratie nun mal. Und wir können uns glücklich schätzen, dass unsere evangelische Kirche so aufgebaut ist. 
 
Also haben Micha, Ursula und ich uns aufgemacht, das Unsere beizutragen. 
 
Unser Michael wurde erneut zum Dekanstellvertreter gewählt. Und das obwohl, oder gerade weil, er nicht in Anzug und Krawatte vorne stand und eine Vorstellung vorlas, sondern einfach er selbst war. 
 
Herzlichen Glückwunsch lieber Micha.
 
Dann ging es an die Wahl der Bezirkskirchenräte. Stellt euch den Bezirkskirchenrat als Äquivalent zum Kreistag vor. Das trifft es wohl am Ehesten.
 
Im Bezirkskirchenrat hat man sehr viele Möglichkeiten, mit zu gestalten und zu entscheiden. Kein Wunder also, dass mich diese Tätigkeit sehr reizt.
 
Ich gebe zu: Mir ging ganz schön die Düse, als ich mich vor den vielen Menschen vorstellen musste. Aber scheinbar war es okay, wie ich es gemacht habe. Denn ich wurde tatsächlich gewählt.
 

Quelle: Ursula Karl

 
Ich freue mich mega über das entgegen gebrachte Vertrauen. Bin ich doch in Kirchenkreisen eher ein ziemlich "buntes Schaf". 
 

Quelle: M. Waldenburger

 
Meine Kernthemen werden, auch außerhalb meiner geliebten Heimatgemeinde, Fundraising und Jugendarbeit sein. Damit kenne ich mich aus und dafür brenne ich, wie Ihr vielleicht wisst. 
 
Der Tag war, trotz Michas und meinem Wahlerfolg, durch die langwierigen Wahlprozesse, ziemlich anstrengend. Ich freue mich wirklich, wenn wir an die inhaltliche Arbeit kommen. 
 
Nachdem wir uns alle, nach diesem langen Tag, müde, verschwitzt und hungrig, zu einem Gruppenfoto in der vollen Sonne zusammen gefunden hatten, war gerade noch Zeit für uns drei Fahrenbacher, bei einem gewissen Fastfood Restaurant was zu Essen zu schnappen und heim zu düsen. Denn der Lobpreisabend stand schon in den Startlöchern. 
 
Und der tat nach diesem Tag so richtig gut. Hatte ich doch so viel, wofür ich Jesus von Herzen danken wollte, in mir.
Und der Gottesdienst, mit gemeinsamen Liedern, Gebeten und der Gemeinschaft mit den vertrauen Gemeindemitgliedern, hat mich, nach so viel Kirchenpolitik, wieder geerdet. Manchmal vergisst man vor lauter Sitzungen, Anträgen, Wahlen und Ausschüssen fast, wofür man das alles eigentlich macht:
 
Für unseren lebendigen, liebevollen, tröstenden GOTT, der uns nie alleine lässt.
 
Eure Melly