Konzert des Blechbläserquartetts "Blech hoch vier"

- 29.04.2026 - 

Wie beschenkt sich ein Posaunenchor zu seinem 125. Geburtstag?

Quelle: evangelische Kirche Fahrenbach

Richtig, er lädt sich einfach besondere  musikalische  Gäste ein.  Beim  Evangelischen Posaunenchor Fahrenbach-Trienz waren die besondere  Gäste  das Ensemble „Blech hoch vier“, bestehend aus vier absoluten Könnern am Blechblasinstrument.  Juliane Hötzer und ihre männlichen Kollegen Jakob Langenbach, Michael Jörder und Armin Schäfer ( er ist übrigens Landesposaunenwart) haben alle schulmusikalische  Wurzeln und haben sich  später durch ihr Studium professionalisiert.
 

Quelle: evangelische Kirche Fahrenbach

 
Das Quartett hat sich zum Ziel gesetzt kirchenmusikalische Leckerbissen zu bieten und die breite Palette der  Blechbläser von der Renaissance bis zur Moderne aufzuzeigen.  „Und  darauf freuen wird uns“ erklärte Fahrenbachs Posaunenchor- Vorsitzender Christoph Weber bei der Begrüßung der vier Vollblutmusiker,  in der gut besuchten  Fahrenbacher Kirche.
Die Vorfreude  von ihm und seinen Kolleginnen und Kollegen aus dem Jubelchor wurde schnell erfüllt, denn mit der schwungvollen Ouvertüre aus „Wilhelm Tell“ setzten die vier gleich mal ein fanfarenähnliches Highlight.  Klar, dass da zum ersten  Mal kräftiger  Applaus durch den Kirchensaal hallte. Der bietet bekanntermaßen ein gute Akustik was sich die vier im Altarbereich stehenden Bläser auch bei der nachfolgenden Tanzsuite und dem „Canzona IX“- einer Weise aus der Renaissance ausnutzten. Beide Stücke waren übrigens von  Mitgliedern des Quartetts, nämlich Martin Langenbach und Armin Schäfer arrangiert – oder so war im Programm zu lesen „eingerichtet“.
„Schauspielmusik“  von Franz Schubert aus der dem Orchesterwerk  zum Schauspiel „Rosamunde“ sorgte dann für  zufriedene Zuhörer,  ehe die vier mit dem mäßig schnellen „Allegrato Vivace“ der Aufforderung des Komponisten nach  kamen , „die Instrumente zum Strahlen“ zu bringen.  „ Wir sind in den Jahrhunderten mächtig vorangekommen“ kündigte einer der vier Musiker dann  bei der Überleitung zum „jazzigen“ Teil der Blechbläser-Stunde an. „Black Bottom Stomp“ und zwei Stücke von George Gershwin erklangen.  Noch moderner wurde es danach  beim ABBA-Medley , bei dem u.a- das Motto des Abends „ Thank you for the  music“ erklang.
Natalie Strom vom Posaunenchor dankte  danach den vier Musikern für den „Abend der ein Genuss“ war und legte den Zuhörern eine Spende am Ausgang ans Herz. Die ging  vollumfänglich an die Stiftung Badische Posaunenarbeit, die in diesem Jahr mit 99 Konzerten unter dem Motto „Töne der Zukunft“  auf die Blechbläser-Kirchenmusik aufmerksam macht.    „Blech hoch vier“ durfte aber direkt nach dem finalen „Verleih uns Frieden gnädiglich“ noch nicht die Instrumente wegpacken.  Das begeisterte Publikum stand nämlich mittlerweile und forderte eine Zugabe. Die , so Armin Schäfer, haben wir natürlich dabei und sagte ein „Irish blessing“ ein Segenslied an.   Vom Jubilar ,dem Evang. Posaunenchor  Fahrenbach-Trienz  gab es danach noch eine  Einladung zum  Stehempfang wo bei allen Gesprächen die hohe Qualität der Musikbeiträge durch die fachkundigen Zuhörer- viele kamen auch von befreundeten Posaunenchören-  gewürdigt wurden.   Die Jubiläumsfeierlichkeiten des Evang. Posaunenchores werden mit dem Jubiläumskonzert am 20. Juni fortgesetzt.
 
Uwe Köbler