Konfirmation 2026 - ein sportliches Highlight in unserer Kirche
- 26.04.2026 -
Liebevoll, fröhlich und, wie immer bei uns etwas chaotisch, lief's diesen Sonntag.
Bevor wir loslegen, eine kleine Vorab-Information: Da ich schlecht im Altarraum mit Handy oder Kamera in der Hand rumsitzen konnte, musste ich mir dieses Mal mit Screenshots aus dem YouTube Livestream behelfen. Das Gruppenfoto und eventuell von Eltern zur Verfügung gestellte Bilder, werde ich Euch nachreichen, sowie ich sie habe.
Aber da Ihr sicher alle neugierig seid, wie die Konfirmation gewesen ist, wollte ich Euch nicht lange warten lassen.
Bei strahlendem Sonnenschein trudelten die Konfis und ihre Familien in ihren festlichen Outfits vor der ebenfalls festlich geschmückten Kirche ein.
Was für ein Unterschied, wenn man die Kids sonst nur in Hoodies und Jeans kennt.
Das erste Highlight des Tages gab es dann auch schon vor der Kirche: unser lieber Pfarrer Michael Roth-Landzettel fuhr im Talar den ausgeliehen E-Roller auf der Straße Probe. (Das Foto reiche ich selbstverständlich auch nach). Achja, immer schön, wenn der Pfarrer ein größerer Kindskopp ist, als die Konfis.
Während ich im Hinterkopf schon mal den Notruf wählte und mich fragte, wo wir Kirchengemeinderäte auf die Schnelle einen neuen Pfarrer her bekommen, schaffte Micha seine Sporteinlage zum Glück unbeschadet.
Also konnten die Konfirmanden hinter ihrem, Roller fahrenden, Pfarrer feierlich in die brechend volle Kirche einziehen.
Nachdem auch die Kirchengemeinderäte, die ganz offensichtlich an Links-Rechts- Schwäche litten, ihre Plätze gefunden hatten, begann der Gottesdienst.
In seiner Predigt griff Michael das Thema Gemeinschaft auf. Denn unsere Konfis sind das letzte Jahr zu einer tollen Gemeinschaft zusammen gewachsen. Als Symbol wählte er ein "Möbiusband". Dessen faszinierende Eigenschaften passen nicht nur zu unserer Gemeinschaft untereinander, sondern auch perfekt zu unserer Gemeinschaft mit Gott.
Drei mal dürft Ihr raten, welches unvermeidliche Lied wir mit der ganzen Gemeinde gesungen haben: na klar. Jesus in my house. Für mich war es übrigens eine sehr, sagen wir mal interessante Erfahrung, in einer so vollen Kirche so wenig Gesang zu hören. Also mühte ich mich mit meiner piepsigen Singstimme und notorisch versemmelten Einsätzen, da vorne auf dem Präsentierteller sitzend, das Meinige zum Gemeindegesang beizutragen. Aber ganz im Ernst: Ich glaube nicht, dass Gott sich an gelegentlich schiefen Tönen stört. Hauptsache wir singen für ihn.
Nun kommen wir zum eigentlichen Highlight des Tages: der Konfirmation!
In Zweier- und Dreiergruppen, durften die jungen Leute vor den Altar kommen, und sich ihren Segen abholen.
Ich weiß, ich strapaziere den Begriff ein wenig über, aber das waren für uns alle mal wieder Gänsehautmomente.
Unserem Micha sah man seine Freude, die Kids, die wir ein Jahr lang begleiten durften zu konfirmieren, sehr an.
Und auch in den Gesichtern der jungen Menschen sah man eine gewisse Gemütsbewegung. (Was sie natürlich niiiiemals zugeben würden, hihi)
Von der Rührung der Eltern muss ich ja gar nicht erst anfangen. Dass Ihr mega stolz auf Eure schon so erwachsenen Kinder wart, war nicht zu übersehen.
Dann hatte ich die Freude, mal nicht nur schriftlich, sondern "live" ein paar Worte von mir zu geben. Nämlich im Rahmen der Ansprache des Kirchengemeinderates. Dass ich mich von meinem mühsam ausgearbeiteten,
Skript, meilenweit entfernt habe, hat ja keiner bemerkt. Aber da waren so viele Sachen, die ich "meinen" Konfis so gerne noch sagen wollte. Und wo mir die Worte fehlten, tat es ein Handherz.
Ich kann mich an dieser Stelle nur wiederholen: Ich hoffe so sehr, Euch alle bald wieder zu sehen. Gelegenheiten gibt's in unserer umtriebigen Jugendarbeit ja zum Glück zur Genüge.
Nun zur Herausforderung des Tages: Das Abendmahl mit so vielen Menschen würdig und fröhlich feiern, ohne dass der Gottesdienst die 3 Stunden Grenze sprengt.
Aber wir sind ja kreativ und flexibel. Also durften die, jetzt muss man ja sagen: Konfirmierten, ihren Lieben das Abendmahl spenden. Zumindest das Brot.
Den Wein gab es dieses Mal zum eintunken. Intinctio nennt sich das. Hinter jedem Brot austeilenden Jugendlichen ging einer von uns mit dem Kelch zum Eintauchen. Ich wäre nicht ich, wenn ich in dieser Situation nicht mal wieder Chaos gestiftet hätte. Die korrekte Spendenformel muss heißen:" Christi Blut für Dich vergossen" ich habe "für Dich gegeben" daraus gemacht.
Aber wisst Ihr was: Ich glaube nicht, dass sich unser Papa im Himmel daran gestört hat. Der kommt trotz all unser kleinen Patzer, Fehler und Macken zu uns. Diesen Gedanken finde ich so tröstlich.
Die Zuspruchsworte am Ende jeder Abendmahlsrunde, durften die Jugendlichen, in Form ihres Konfirmandenspruchs, selbst an ihre Familien wenden.
Besonders berührend fand ich in diesem Gottesdienst die Fürbitten. Wurden sie doch von Eltern und Geschwistern der Konfirmierten gelesen.
Einfach nur süß war das abschließende "Amen" von einer sehr kleinen Schwester fröhlich ins Mikrofon gerufen. Genau so soll Kirche sein: Jeder wird gehört. Von ganz klein bis hoch betagt.
Dass wir eine so aktive Gemeinde sind, ist wirklich toll. Einziger Nachteil: Unsere Abkündigungen dauern immer eeeeewig. Aber irgendwann ist auch der längste Werbeblock zu Ende und wir durften uns gemeinsam unter Gottes Segen stellen.
Nach jedem feierlichen Einzug gibt es einen feierlichen Auszug bei fröhlicher Musik. In diesem Gottesdienst von unserem Posaunenchor und Elias Müller an der Orgel. Vielen Dank an Euch Ihr Lieben. Die feierliche Stimmung ist zu einem sehr großen Teil Euer Werk.
Der strahlende Sonnenschein hatte sich mittlerweile zu einem fast sommerlichen Tag entwickelt und so standen noch lange kleine Grüppchen zum Fotos machen und Unterhalten vor der Kirche beisammen.
Als ich durch blühende Rapsfelder und frischgrüne Bäume hindurch, heimfuhr kam mir eine Passage aus dem Glaubensbekenntnis, dass Ihr Konfis selbst geschrieben habt, in den Sinn.
"Ich glaube an unseren Papa im Himmel, der uns als seine Erdenkinder, bedingungslos liebt und der unsere Welt so einmalig geschaffen hat."
Danke für die wunderschöne Zeit, die ich mit Euch haben durfte.
Eure Melly












